Woran zerbrach die erste deutsche Demokratie?

Weimarer (W)Irrungen - Woran zerbrach die erste deutsche Demokratie ?

Exklusiver Schulausflug des Geschichtskurses der Jgst. 12

Im Geschichtsunterricht zählt die Frage nach dem Scheitern der Weimarer Republik zu einem der wichtigsten Themen, da mit ihr zugleich die erste deutsche Demokratie scheiterte und der Aufstieg des Nationalisozialismus bereitet wurde. Zur Feier des 100-jährigen Geburtstages der Weimarer Republik (1918 - 2018) veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung, in Freiburg, eine Vortragsreihe an sechs Abenden. An jedem Abend waren stets neue Referenten anwesend, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven bewerteten und somit den zahlreichen Zuhörern Informationen als Hilfe für ihre eigene Urteilsbildung boten. Am 24. Januar 2019 traf sich der 2-stündige Geschichtskurs (Jgst. 12) von Frau Sapel in Freiburg, um sich Prof. Dr. Andreas Wirschings Vortrag anzuhören. Der renommierte Historiker ist Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München. An diesem Abend referierte er zum Thema: „Das Ende von Weimar - Woran zerbrach die erste deutsche Demokratie?“. An dem Abend erhielten die Schüler und Schülerinnen der 12. Klasse die exklusive Möglichkeit eines Vorab-Gesprächs mit dem Referenten in der Lpb Freiburg. In diesem hatten die Schüler die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und eine ausgiebige Antwort zu erhalten (diese ging teils so weit, dass man fast schon seine eigentliche Frage vergessen hatte). Herr Wirsching war in dem Gespräch sehr offen den Schülern gegenüber und nahm sich ausgiebig Zeit, die gestellten Fragen zu beantworten. Es ging dabei nicht nur um Ursachen des Scheiterns, sondern auch darum, welche Errungenschaften Weimar hervorbrachte und welche Parallelen zu heutigen politischen Entwicklungen gezogen werden können. Sowohl zu der Frage, was es in unserer Demokratie zu verteidigen gilt, als auch zu jener, was unser demokratisches System schwächt, bezog Prof. Dr. Wirsching ehrlich und deutlich Stellung, was zum Nachdenken anregte. Der eigentliche Vortrag fand anschließend in der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt, wo der Kurs namentlich begrüßt und aufgrund der weiten Anreise gewürdigt wurde. Zur großen Überraschung der Schüler befanden sich im Hörsaal nicht nur Schüler- im Gegenteil. Es war zwar noch eine andere kleine Schülergruppe anwesend, den Großteil machten jedoch ältere Frauen und Herren, sowie einige Studenten aus. Der sehr ausführliche Vortrag beinhaltete viele interessante und auch anschauliche Informationen, die als Ergänzung zum Geschichtsunterricht dienen konnten. So wurde beispielsweise die Bedeutung des Versailler Vertrags für das Scheitern relativiert und ökonomische Probleme sowie die sozialer Deklassierungsprozesse hervorgehoben. Hierbei war der Vortrag sehr anschaulich und ansprechend. Jedoch sollte hier auch erwähnt werden, dass Herr Prof. Dr. Wirsching nicht auf dem Sprachniveau geredet hat, das für jeden Schüler verständlich war. So konnten ihm einige nicht immer folgen und hätten sich an manchen Stellen ein Fremdwörterbuch oder Simultanübersetzer an der Seite gewünscht. Dennoch wurde der Ausflug vom Kurs als interessante und sinnvolle Ergänzung zum Unterricht gesehen, die auch einen exemplarischen Einblick in die Sprache und das Denken akademischer Kreise gewährte.

Von Stella Metzler


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